Spurensuche auf Burg Meilenstein

Ich, meine Doppelgängerin,
sollten uns nie begegnen,
suchten heimlich einander,
zwischen den Ruinen
all unserer Leben.
Etwas würde passieren,
etwas Undenkbares –

In einer Neumondnacht
blieb ich vorm großen Spiegel
im Salon stehen,
legte beide Hände flach
auf die kühle Nicht-Welt,
lehnte meine Stirn
an das unsichtbare Silber,
und da fiel sie mir in die Arme,
um den Hals.

Wir sanken zu Boden,
Zeit und Raum um uns wirbelnd,
Mond und Sonne für einen Moment
glückselig am Horizont nebeneinander.

Seither schreie ich mir
die Seele aus dem Leib,
stumm, lächelnd.
Und alles, was davon bleibt,
sind Worte wie auf Papier geküsst.

Spuk ( eine Perspektive )

Aber ich bin kein Geist!, sage ich aufgebracht, das ist nicht mein Leben, schon lange nicht mehr!

Unsinn, winken sie ab, wir können dich doch sehen und hören. Das bist du, glaub uns ruhig!

Wenn das nicht du bist und nicht dein Leben, also, dann geh doch ins Licht, oder so?, amüsieren sie sich, mir nur noch halb zugewandt.

Ich halte inne. Sehe sie an, durch sie hindurch. Ja, warum eigentlich nicht? An der Geschichte mit dem Licht ist sicher was dran. Doch wo beginnen? Als sich mein Blick wieder schärft, sehe ich in irritierte Gesichter. Ich winke ab, drehe mich um und gehe durch die Wand hindurch ins Treppenhaus. Dachboden, denke ich mir. Dort, wo alter Spuk schläft, wird es Hinweise geben.

write us a home ( /hauntings )

I’m more and more haunted by hauntings. Less so when they’re from the past. More so by those that are from the future. Wishes, dreams, and visions, that I left on my desks, scribbled down (if at all) without so much as a form. Only some words for a place to be, well, to exist. I don’t know where to start has never been a good enough reaction to their heartbroken looks and whispers in broken voices. Write us a home, give us a room of our own, something. And so I start. A sentence here and there. A frame on which they can sit and stretch their bodies. Now I am the one with the heartbroken look on my face, one or two tears falling down my cheek. Whispering an apology that calms the Haunting of my soul.

about direction, trust & adventures

„A door once opened may be stepped through in either direction.” — Madame de Pompadour (Doctor Who)

But of course, there are not just the obvious two directions.
What role does the heart and the mind play when we step through?
We may go straight forward but if our hearts and minds are still in the hallway or room our body left; the forward-moving direction doesn´t really matter. We´ll be wading through fog and mudd.

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